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Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.

Thurgauer Äpfel

Amriswil, Kanton Thurgau

Der Thurgau, den die Schweizer «Mostindien» nennen, ist der Kanton der Obstgärten, mit seinen Tafeläpfeln, seinen Birnen und seinem Mostobst. Im Frühling blühen seine Obstgärten bis an die Ufer des Bodensees.

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Im Frühling wechselt der Thurgau die Farbe. Der «Bluescht», die Blüte der Obstbäume, färbt ihn bis an die Ufer des Bodensees rosa und weiss, und eine «Madame Bluescht» gibt telefonisch Auskunft, wo er am schönsten ist.

Herkunft

Der Kanton hat einen Übernamen: «Mostindien». Most bezeichnet den Saft aus Äpfeln und Birnen; «Indien» soll, so heisst es, vom Umriss des Kantons herrühren, der an jenen Indiens erinnere. Laut der Broschüre des Kantons wurden hier schon vor 5700 Jahren Wildäpfel gegessen, die mutmasslichen Vorfahren der heutigen Sorten. Ihren Aufschwung nehmen die Obstgärten im 19. Jahrhundert: Laut dem Kulinarischen Erbe der Schweiz verdrängt die Industrialisierung sie aus den Städten, und das Land, das die Städter ernähren muss, pflanzt mehr. Der Thurgau wird so zum Zentrum der Mostproduktion. Anfang des 20. Jahrhunderts erlaubt es die Pasteurisierung, den Saft aufzubewahren, ohne dass er gärt, und der Bundesrat fördert diesen Süssmost, um den Alkoholismus zurückzudrängen.

Anbau

2009 bezifferte die Thurgauer Regierung die Bedeutung des Kantons so: ein Drittel der Schweizer Tafeläpfel, ein Sechstel der Birnen und ein Zehntel der Zwetschgen. Das Tafelobst, Äpfel und Birnen, bedeckte rund 1500 Hektaren und wurde von etwa 550 Betrieben bewirtschaftet. Das Mostobst wächst vor allem auf den Hochstammbäumen der Obstwiesen, rund 210’000 im Kanton, die damals fast die Hälfte der Mostäpfel des Landes lieferten. Laut dem Branchenverband der Obstwirtschaft bieten diese grossen Bäume zudem vielen Nützlingen Lebensraum.

Auf dem Tisch

Einen Thurgauer Apfel isst man, wie er ist, oder er landet in der Presse. Laut dem Kulinarischen Erbe der Schweiz ergeben 100 kg Obst rund 78 Liter Saft. Frisch gepressten Süssmost bekommt man nur im Herbst, und er gärt schon nach ein paar Tagen; pasteurisiert, trüb oder klar, hält er sich etwa ein Jahr. Etwas Birnensaft macht ihn milder.

Heute

Laut der Broschüre des Kantons stammt ein Drittel der Schweizer Äpfel aus dem Thurgau. 2025 verarbeiteten die Mostereien laut dem Branchenverband rund 59’200 Tonnen Mostäpfel, davon 31’700 aus dem Thurgau, dem wichtigsten Lieferkanton. Die Ernte erreichte Ende September und Anfang Oktober ihren Höhepunkt.

Quellen: Kanton Thurgau, Broschüre «Wir sind Thurgau» und Antwort des Regierungsrates vom 19. Januar 2009; Schweizer Obstverband, Medienmitteilung vom 18. November 2025; Kulinarisches Erbe der Schweiz, Einträge «Süssmost» und «Saurer Most»; Thurgau Tourismus, Medienmitteilung vom 26. Februar 2026.