Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.
Gelber Enzian
Gelber Enzian
Gentiana lutea
Höhenstufe
Subalpin
Höhe
1000–2500 m
Blütezeit
Juni – August
Hohe Pflanze, die über einen Meter hoch werden kann, mit gelben Sternblüten, die stockwerkartig am Stängel über breiten, gerippten Blättern sitzen. Sie wächst auf Weiden und braucht fast zehn Jahre bis zur ersten Blüte. Aus ihrer bitteren Wurzel werden ein Schnaps und Bergliköre destilliert.
Im Juli überragen auf einer Juraweide hohe Stängel deutlich das abgeweidete Gras. Auf jedem Stockwerk drängt sich ein Strauss gelber Sterne in der Mulde zweier breiter, bläulicher Blätter: Der Gelbe Enzian blüht.
Beschreibung
Laut Info Flora wird sein hohler, unverzweigter Stängel 50 bis 120 cm hoch; swissinfo spricht bei den grössten sogar von 150 cm. Die Blätter stehen paarweise einander gegenüber, ohne Stiel. Sie sind bläulich grün, 5 bis 15 cm breit und von fünf bis sieben hervortretenden Nerven durchzogen, die an der Spitze zusammenlaufen. Die Blüten sitzen zu dritt bis zu zehnt an den oberen Blättern. Ihre gelbe Krone teilt sich in fünf oder sechs schmale, 2 bis 3 cm lange Zipfel, die nur am Grund verwachsen sind und sich sternförmig öffnen.
Lebensraum
Er ist eine Kalkpflanze. Laut Info Flora wächst er auf Bergweiden und in Fettwiesen, von der montanen bis zur subalpinen Stufe, in den Alpen, den Voralpen und im Jura. Laut swissinfo gedeiht er in rund 1000 m Höhe auf den Kalkböden des Jurabogens, dessen Wahrzeichen er geworden ist.
Lebenszyklus
Der Gelbe Enzian lässt sich Zeit. Laut swissinfo kann er rund fünfzig Jahre alt werden und blüht erst nach etwa zehn. Seine Blütezeit reicht dann von Juni bis August. Unter der Erde kann seine bittere Wurzel 1,5 m lang und 10 cm dick werden und 5, ja sogar 7 kg wiegen. Der Enzian ist seit der Antike als Heilmittel bekannt; ausgegraben wird er, mit der Hacke und von Hand, erst ab einem Alter von sieben bis zehn Jahren.
In der Schweiz
Die Rote Liste stuft ihn in keiner Region des Landes als gefährdet ein. Der Bund schützt ihn nicht, aber laut Info Flora tun es zwölf Kantone, neun davon vollständig. Aus seiner Wurzel wird auch Schnaps gebrannt, und aus Neuenburg stammt die älteste Erwähnung in der Schweiz, von 1796. Für 5 bis 7 Liter dieses Schnapses braucht es rund hundert Kilo Wurzeln; weniger als zehn Brennereien, im Jura oder in den Voralpen, stellen ihn noch her, berichtet swissinfo. Den Enzianschnaps nennt man auch «gelbe Fee», nach der Farbe der Blüten.
Quellen: Info Flora, Artporträts des Gelben Enzians und des Weissen Germers (nach Flora Helvetica); swissinfo.ch, «La gentiane, la fée jaune du Jura suisse»; Giftinformationszentrum Lyon, Toxicologie analytique et clinique, 2023.