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Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.

Leberblümchen

Leberblümchen

Hepatica nobilis

Höhenstufe
Kollin
Höhe
300⁠–⁠1600 m
Blütezeit
März – April

Kleine blauviolette Blume, die in Laubwäldern den Frühling eröffnet, noch bevor die Bäume austreiben. Ihre dreilappigen Blätter erinnern an die Form einer Leber und gaben ihr den Namen. Sie liebt kalkhaltige Böden im Hügelland und in den unteren Berglagen.

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Ende März steht der Buchenwald an einem Kalkhang noch kahl. Zwischen den Wurzeln haben Dutzende blauer Blütenkronen die Laubstreu durchstossen, neben alten, dunklen Blättern, die den Winter überdauert haben. Zieht ein Regenschauer auf, gehen die Blüten zu.

Beschreibung

Das Hahnenfussgewächs wird 5 bis 15 cm hoch, so die von Info Flora zitierte Flora Helvetica. Seine Blüte hat fünf bis zehn Blütenhüllblätter in einem ins Violette spielenden Blau, nur ausnahmsweise rosa oder weiss; drei behaarte Hochblätter direkt darunter täuschen einen Kelch vor. Die Blätter entspringen direkt am Boden, an einem langen, behaarten Stiel. Etwas ledrig, in drei gleiche Lappen geteilt und unterseits oft violett, überdauern sie meist den Winter. Man glaubte darin eine Leber zu erkennen, daher der Name der Pflanze, die man im Mittelalter mit wenig Erfolg gegen Leberleiden einsetzte, erinnert der Botanische Garten Bern.

Lebensraum

Info Flora meldet es aus der ganzen Schweiz, aus Wäldern und von buschigen Hängen, von der kollinen bis zur montanen Stufe, selten höher. Es erträgt Schatten und bevorzugt Kalk. Der Botanische Garten Bern nennt als Standort helle Buchen- und Eichenbestände, deren Grund voller Steine ist. Laut dem Botanischen Garten der Universität Zürich gedeiht es in alten Wäldern, deren Boden weder umgegraben noch verdichtet wurde; dort erreicht eine einzelne Pflanze ein Alter von 70 bis 80 Jahren.

Lebenszyklus

Laut Flora Helvetica blüht es von März bis Mai, manchmal schon ab Januar. Jede Pflanze blüht etwa eine Woche; danach kommen die neuen Blätter. Die Blüten haben keinen Nektar und bieten Bienen und Käfern ihren Pollen an; ihr Farbstoff, ein Anthocyan, wandelt Licht in Wärme um und schützt sie vor Frost, erklärt der Berner Garten. Sie schliessen sich am Abend und bei Regen und wachsen bei jedem erneuten Öffnen ein wenig, stellt der Zürcher Garten fest. An jedem seiner behaarten Nüsschen sitzt ein kleiner Fettkörper. Ameisen schleppen sie in ihr Nest, fressen diesen Vorrat und werfen den Samen unversehrt hinaus: So breitet sich das Leberblümchen nach und nach aus.

In der Schweiz

Landesweit ist es nicht gefährdet, im Mittelland laut der Roten Liste von 2019 aber potenziell gefährdet. Der Bund schützt es nicht; sieben Kantone tun es, vollständig der Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn, teilweise Basel-Stadt, Bern, der Jura und Zürich.

Quellen: Info Flora, Artporträt (nach Flora Helvetica); Botanischer Garten der Universität Bern, Pflanze des Monats April 2013; Botanischer Garten der Universität Zürich, Gartenbrief vom Januar 2023.