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Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.

Kochs Enzian

Kochs Enzian

Gentiana acaulis

Höhenstufe
Alpin
Höhe
1400⁠–⁠3000 m
Blütezeit
Mai – August

Der blaue Enzian der Alpen: eine grosse, tiefblaue Trompetenblüte, die fast stängellos auf einer Blattrosette sitzt. Er wächst in Rasen und Weiden der alpinen Stufe auf sauren Böden.

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Auf einer Hochweide, wo das Gras kurz und mager wächst, scheinen grosse Glocken in einem fast nachtdunklen Blau direkt auf dem Boden zu sitzen. Sie haben keinen Stängel, der sie trägt, oder kaum einen: Das ist Kochs Enzian, der auch Stängelloser Enzian heisst.

Beschreibung

Info Flora führt ihn als Kochs Enzian, aber auch als Silikat-Glocken-Enzian. Jede Blüte steht einzeln und ist eine tiefblaue Glockenkrone, die sich in fünf Zipfel weitet. Aus der Nähe sieht man innen Reihen kleiner olivgrüner Punkte. Die Blüte erhebt sich über einer Rosette weicher, verkehrt-eiförmiger oder elliptischer Blätter mit abgerundeter Spitze, die bis 10 cm lang werden. Dieses intensive Blau soll einen Zweck haben: Laut dem Schweizerischen Nationalpark speichern Alpenblumen Pigmente, die ultraviolettes Licht schlucken, ähnlich einer Sonnencreme; setzte man einen Enzian ins Flachland um, würde sein Blau bald blasser.

Lebensraum

Wie der Name Silikat-Glocken-Enzian andeutet, meidet er Kalk. Info Flora meldet ihn aus Rasen und Weiden mit kalkarmen Böden, vor allem aus mageren, sauren Borstgrasweiden. Man findet ihn von der subalpinen bis zur alpinen Stufe, manchmal tiefer, in den Alpen, den Voralpen und im Jura bis in den Kanton Bern. Sein Zwilling, der Clusius-Enzian, besiedelt dagegen Kalkrasen und Felsen.

Lebenszyklus

Der mehrjährige Enzian überwintert mit Knospen dicht am Boden, weshalb er zu den Hemikryptophyten zählt. Er blüht von Mai bis August. Wo beide Arten zusammentreffen, kreuzt er sich mit dem Clusius-Enzian: Info Flora erwähnt Hybriden und Zwischenformen, die die Bestimmung manchmal heikel machen.

In der Schweiz

Die Art ist landesweit nicht gefährdet, doch die Rote Liste stuft sie im Jura als potenziell gefährdet ein. Der Bund schützt sie nicht. Laut Info Flora tun es vierzehn Kantone: vollständig Zürich, Schwyz, Appenzell Innerrhoden und der Thurgau, teilweise zehn weitere, darunter Bern, Freiburg, die Waadt, Neuenburg und der Jura.

Quellen: Info Flora, Artporträts des Silikat-Glocken-Enzians (Gentiana acaulis) und des Kalk-Glocken-Enzians (Gentiana clusii); Schweizerischer Nationalpark, Dokument «Anpassung der Alpenpflanzen an ihren Lebensraum».