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Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.

Schmalblättriges Weidenröschen

Schmalblättriges Weidenröschen

Epilobium angustifolium

Höhenstufe
Montan
Höhe
300⁠–⁠2300 m
Blütezeit
Juni – September

Hohe Pflanze mit langen Ähren magentaroter Blüten, die im Sommer Lichtungen, Kahlschläge und Geröllhalden färbt. Sie besiedelt rasch offene Böden, nach einem Windwurf oder einem Brand. Im Spätsommer fliegen ihre Samen mit seidigen Haarschöpfen zu Tausenden davon.

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Im Juli ist dort, wo Holzfäller eine Lücke in den Wald geschlagen haben, der Boden unter einem Meer hoher Stängel mit leuchtend rosa Ähren verschwunden. Einige Wochen später schweben weisse Flocken darüber: Es sind die Samen, die mit ihren Haaren davonfliegen.

Beschreibung

Das Schmalblättrige Weidenröschen, das Info Flora auch Wald-Weidenröschen nennt, wird laut Flora Helvetica 50 bis 150 cm hoch. Sein aufrechter, glatter Stängel trägt zahlreiche wechselständige Blätter, schmal und spitz, 8 bis 15 cm lang, unterseits bläulich und mit leicht eingerolltem Rand. Die rosa bis purpurnen Blüten öffnen sich in einer langen Traube an der Spitze. Jede hat vier abgerundete, bis zu 15 mm lange Kronblätter, vier dunklere, schmale Kelchblätter, einen gebogenen Griffel und vier Narben, die sich schliesslich sternförmig zurückschlagen. Die Frucht ist eine fein flaumige Kapsel.

Lebensraum

Info Flora meldet es aus dem ganzen Land, von der kollinen bis zur subalpinen Stufe, manchmal höher, von Lichtungen, Kahlschlägen, Schutthalden und Ufern. Die Pflanzengesellschaft der Schläge und Lichtungen auf saurem Boden trägt sogar seinen lateinischen Namen, das Epilobion angustifolii. Als Pionierpflanze nutzt es jede Lücke im Wald, ob sie von einem Holzschlag, einem Sturm oder einem Brand herrührt.

Lebenszyklus

Das mehrjährige Weidenröschen blüht von Juni bis August. Laut dem Artporträt des CREA Mont-Blanc treibt es aus seinem Wurzelstock zahlreiche Schösslinge und bildet so grosse blühende Bestände. Am Ende des Sommers entlässt jede Pflanze unzählige winzige Samen, jeder mit einem Haarschopf, mit dem der Wind ihn forttragen kann. In Nordamerika und Skandinavien beherrscht es mehrere Jahre lang Wälder, die abgebrannt, vom Sturm umgeworfen oder geschlagen wurden, erinnern Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL; im Englischen heisst es denn auch «fireweed», Feuerkraut.

In der Schweiz

Als bei Leuk im Wallis der Wald brannte, zeigte sich, was es kann. Das am Abend des 13. August 2003 entfachte Feuer zerstörte über 300 Hektaren und rund 200’000 Bäume. Die WSL verfolgte die Wiederbesiedlung auf 153 Probeflächen von 200 m². Nach nur einem Jahr wuchs das Weidenröschen bereits auf fast 60 % davon, ab 2006 auf über 90 %; oberhalb von etwa 1500 m bedeckten seine Bestände ganze Hektaren. Die Art ist in keiner Region des Landes gefährdet und steht nirgends unter Schutz.

Quellen: Info Flora, Artporträt (nach Flora Helvetica); CREA Mont-Blanc, Phénoclim-Artporträt des Schmalblättrigen Weidenröschens; WSL, Seite «Conséquences des incendies de forêts»; Wohlgemuth und Moser, «Phönix aus der Asche», Bulletin de la Murithienne 126, 2009; Wohlgemuth et al., Merkblatt für die Praxis 46 zum Waldbrand von Leuk, WSL, 2010; Universität Zürich, Datenbank der Heil- und Giftpflanzen des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie.