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Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.

Dohle

Dohle

Coloeus monedula

Höhenstufe
Kollin
Höhe
200⁠–⁠1200 m
Aktivitätszeit
das ganze Jahr

Kleiner schwarzer Rabenvogel mit grauem Nacken, hellem Auge und kurzem, dunklem Schnabel. Sie brütet in Kolonien in Kirchtürmen, alten Mauern und Felswänden der Täler, selten über 1200 m. Nicht zu verwechseln mit der Alpendohle, ihrer gelbschnäbligen Verwandten aus den Gipfelregionen: Oft genügt die Höhe, um die beiden zu unterscheiden.

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Um einen alten Kirchturm kreist ein Trupp schwarzer Vögel und ruft kurz und hoch «kja»: Dohlen. Aus der Nähe erkennt man sie am grauen Nacken und vor allem am Auge, so hellgrau, dass es im dunklen Gesicht fast weiss wirkt. Männchen und Weibchen tragen dasselbe Kleid. Die Dohle ist ein eher kleiner Rabenvogel: Laut der Schweizerischen Vogelwarte misst sie 33 bis 34 cm vom Schnabel bis zum Schwanz und hat eine Spannweite von 64 bis 73 cm. Im Flug schlägt sie rasch mit den Flügeln.

Die Dohle ist ein Vogel der Niederungen. Die meisten Paare leben im Mittelland und im Jura, unter 600 m. Einige dringen in die grossen Alpentäler vor, bis Brig im Wallis und Riom in Graubünden, dessen Schloss auf 1230 m heute die höchste Kolonie des Landes beherbergt. Man kann sie das ganze Jahr beobachten: Viele bleiben vor Ort, die anderen ziehen nicht weit. Sie sucht ihre Nahrung am Boden, wo das Gras kurz ist, und frisst so gut wie alles.

Zum Brüten braucht sie eine Höhle. Fündig wird sie in alten Gebäuden und Kaminen, in Kalk- oder Molassefelsen und sogar in Bäumen: Unter den Rabenvögeln nimmt nur sie Baumhöhlen an, oft solche, die der Schwarzspecht gezimmert und dann verlassen hat. Die Paare leben in Kolonien; auf Schloss Hallwyl in Seengen im Aargau sind es bis zu 80 Paare. Ein Gelege umfasst 3 bis 6 Eier, die 17 bis 18 Tage bebrütet werden, und die Jungen fliegen nach 30 bis 35 Tagen aus.

Mit 1200 bis 1700 Paaren (Schätzung 2025) bleibt die Art bei uns selten: Die Rote Liste stuft sie als potenziell gefährdet ein, und sie gehört zu den Prioritätsarten für die Artenförderung. Die Bemühungen tragen aber Früchte. Wo die Kolonien jährlich überwacht werden, ist der Bestand um rund 40 % gewachsen, dank Schutzprojekten und Massnahmen an Gebäuden, namentlich bei Renovationen. Ein Nistkasten hilft nur wirklich, wenn die Kolonie in Flugweite Wiesen hat, auf denen sie Nahrung findet.

Quellen: Schweizerische Vogelwarte, Artporträt und Text des Schweizer Brutvogelatlas 2013–2016.