Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.
Bärtige Glockenblume
Bärtige Glockenblume
Campanula barbata
Höhenstufe
Alpin
Höhe
1200–2800 m
Blütezeit
Juni – August
Ihre hellblauen Glöckchen neigen sich alle zur selben Seite des Stängels, und ihre Öffnung ist mit langen Haaren gesäumt, wie ein Bart. Sie wächst auf Weiden und Rasen mit sauren Böden, von der Waldgrenze bis in die alpine Stufe.
Im Juli hängen auf einer Hochweide hellblaue Glöckchen alle auf derselben Seite ihres Stängels. Beugt man sich über eines davon, sieht man am Eingang einen Saum aus Haaren: Die Bärtige Glockenblume trägt ihren Namen zu Recht.
Beschreibung
Steife, raue Haare bedecken die ganze Pflanze. Laut Info Flora wird sie 10 bis 40 cm hoch. Ihre Blätter sitzen vor allem am Grund; sie sind lanzettlich oder oval und länglich, am Rand glatt oder kaum gezähnt, und die Stängelblätter bleiben kleiner. An der Spitze reihen sich zwei bis zwölf nickende Blüten auf einer einzigen Seite. Jede Krone bildet eine leicht bauchige Glocke von 1,5 bis 3 cm, hellblau, ausnahmsweise weiss. Innen tragen ihre Zipfel krause Haare, den «Bart», dem sie ihren Namen verdankt. Zwischen den Kelchzähnen schlagen sich kleine, herzförmige Anhängsel nach hinten, gegen die Röhre.
Lebensraum
Sie meidet Kalk. Laut Info Flora wächst sie in Wiesen und lichten Wäldern auf kalkarmen Böden und ordnet sie den mageren, sauren Borstgrasweiden zu. Laut der Universität Innsbruck besiedelt sie auch frische bis feuchte Magerrasen und den Rand von Zwergstrauchheiden. In der Schweiz begegnet man ihr in den Alpen und Voralpen, vor allem in der subalpinen und alpinen Stufe, seltener schon ab der montanen.
Lebenszyklus
Sie blüht laut Info Flora im Juli und August, laut der Universität Innsbruck schon ab Juni. Ihre Früchte sind behaarte Kapseln, die nickend bleiben. Info Flora schreibt ihr zwei Lebensformen zu: die einer mehrjährigen Pflanze, die jeden Frühling aus Knospen dicht am Boden neu austreibt, und die einer monokarpen Pflanze, die nur ein einziges Mal blüht und danach abstirbt. Sie kann sich auch auf neuem Boden ansiedeln. Im europäischen Projekt Phusicos, an dem die Universität Genf beteiligt war, säten Forschende verschiedene Pflanzen, kombiniert mit im Labor ausgewählten Mikroben, auf den steilen, instabilen Moränen aus, die der Gepatschferner im österreichischen Kaunertal hinterlassen hat, rund 30 km von Graubünden entfernt. Die Bärtige Glockenblume erwies sich dort als die Art, die diese Hänge am besten festigte, auch wenn vielfältige Pflanzengemeinschaften noch wirksamer schienen.
In der Schweiz
Die Rote Liste stuft sie landesweit als nicht gefährdet ein, im Mittelland aber als verletzlich. Der Bund schützt sie nicht, und nur der Kanton Glarus tut es, teilweise. Sie gehört zu den Leitarten der Umweltziele Landwirtschaft.
Quellen: Info Flora, Artporträt (nach Flora Helvetica); Universität Innsbruck, Artporträt; Universität Genf, Campus Nr. 155, «La nature est appelée à l’aide» (2023).