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Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.

Rüeblitorte

Lenzburg, Kanton Aargau

Eine Torte aus Rüebli und Mandeln oder Haselnüssen, oft mit Zuckerglasur überzogen und mit kleinen Marzipanrüebli verziert. Der Aargau, scherzhaft «Rüebliland» genannt, hat sie zu seinem Gebäck gemacht.

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An einem Mittwoch Anfang November füllt sich die Aarauer Altstadt rund um den Graben mit Marktständen. Am Rüeblimärt gibt es das Rüebli in allen Farben, als Suppe, als Wurst oder als Teigwaren, und auch die Aargauer Rüeblitorte hat dort ihren Platz.

Herkunft

Man isst sie überall in der Schweiz, am meisten in der Deutschschweiz, doch als ihre Heimat gilt der Aargau. Laut dem Kulinarischen Erbe der Schweiz stammt der scherzhafte Übername des Kantons, «Rüebliland», wohl aus den Jahrzehnten nach 1850 und könnte auf «Rübenland» zurückgehen, das Land der Rüben, denn im Deutschen kann «Rübe» auch die Karotte meinen. Eines der ältesten gedruckten Rezepte erscheint 1892 in einer Sammlung der Haushaltungsschule Kaiseraugst. Diese «Gelbrüblitorte» verlangt ein halbes Kilo Zucker, ebenso viel Rüebli und gemahlene Nüsse, Mandeln oder Haselnüsse, acht Eier und nur 100 g Mehl. Ein Klassiker unter den Deutschschweizer Haushaltsbüchern spricht 1904 von «Aargauertorte», 1917 dann von «Aargauer- oder Rüblitorte». Die Bäcker nehmen sich ihrer erst in den 1940er- und 1950er-Jahren an.

Herstellung

Man schlägt die Eigelbe mit dem Zucker und abgeriebener Zitronenschale schaumig, dann folgen geraffelte Rüebli und gemahlene Mandeln bzw. Haselnüsse, etwas Mehl, manchmal mit Zimt gewürzt. Das separat zu Schnee geschlagene Eiweiss lockert die Masse auf. Nach etwa einer Stunde Backzeit bestreicht ein vom Kulinarischen Erbe der Schweiz befragter Handwerker die noch lauwarme Torte mit Aprikosenkonfitüre: Sie versiegelt die Oberfläche und hält die Glasur, die aus mit Eiweiss oder Zitronensaft angerührtem Puderzucker besteht. Andere begnügen sich mit gesiebtem Zucker und Mandelblättchen am Rand. Marzipanrüebli krönen das Ganze.

Auf dem Tisch

Ihr Platz ist beim Kaffee am Nachmittag, aber auch im Schulsack. Wo es Brauch ist, dass ein Schulkind an seinem Geburtstag der Klasse ein Gebäck spendiert, ist diese dichte, wenig süsse Torte eine ideale Wahl.

Heute

Im Aargau führen die meisten Bäckereien sie ständig im Sortiment, und manche verschicken sie per Post. Am Aarauer Markt wird auch ein weisses Rüebli mit erdigem Geschmack verkauft: das Küttiger Rüebli, eine alte Sorte, die die Bäuerinnen dieses Dorfes seit 1978 retten, indem sie ihr Saatgut selbst gewinnen.

Quellen: Kulinarisches Erbe der Schweiz, Einträge «Aargauer Rüeblitorte» und «Küttiger Rüebli»; Verein des Aarauer Rüeblimärts, Vorstellungsseite (2026).