Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.
Murmeltier
Murmeltier
Marmota marmota
Höhenstufe
Alpin
Höhe
1300–3000 m
Lage
Eher an der Sonnenseite
Aktivitätszeit
April – September
Grosses Nagetier mit graubraunem Fell, das in Kolonien in alpinen Rasen lebt. Seine Baue gräbt es vorzugsweise an sonnigen Hängen, wo der Schnee früh schmilzt und das Gras schnell nachwächst. Ein schriller Pfiff warnt die anderen, wenn Gefahr vom Himmel droht: Der Steinadler gehört zu seinen Feinden. Es hält von Ende September bis in den April oder Mai Winterschlaf.
Ein durchdringender Schrei hallt über die Alp, und die Murmeltiere, eben noch auf den Steinen an der Sonne, verschwinden in ihren Löchern. Wenige Sekunden später gleitet der Schatten eines Steinadlers über den Hang.
Beschreibung
Als gedrungener Verwandter des Eichhörnchens wiegt das Murmeltier laut der Walliser Dienststelle für Jagd 3 bis 6 kg, doch dieses Gewicht ändert sich im Lauf der Jahreszeiten stark. Muskulöse Schultern, kräftige Krallen: Es ist zum Graben gebaut. Das Männchen, meist etwas grösser, sieht dem Weibchen sehr ähnlich. Am Boden bewegt es sich watschelnd fort, kann aber auch springen.
Lebensraum
Ursprünglich ein Steppentier, besiedelt es hochgelegene Wiesen oberhalb der letzten Bäume; im Wallis findet man es vor allem von 2200 bis 2600 m. Es scheut die Hitze und meidet tiefe Lagen. Es bevorzugt südexponierte Hänge, wo der Schnee früh verschwindet und das Gras länger wächst, und einen tiefgründigen Boden. Ein Bau kann 20 m Gänge umfassen und 3 m tief reichen; oft hat es einen Sommer- und einen Winterbau.
Lebensweise
Jede Familie, ein Paar und seine Jungen aus mehreren Jahren, verteidigt ein Revier, das das Männchen mit einer Drüse an der Wange markiert. Wächter pfeifen Alarm. Im Sommer muss es sich Fett anfressen: In Avers in Graubünden haben Studien, die der Schweizerische Nationalpark anführt, gezeigt, dass es bestimmte Pflanzen aufsucht, allen voran den Alpenklee, und dass der Gehalt an Fettsäuren seiner Nahrung eine grosse Rolle spielt. Im Herbst schliesst sich die Familie in einer mit Heu ausgepolsterten Kammer ein. Die Körpertemperatur der Tiere sinkt bis auf 3 °C; etwa alle zwei Wochen wachen sie auf und wärmen sich kurz auf. Laut dem Kanton Wallis verliert ein Murmeltier dabei bis zur Hälfte seines Gewichts. Das Weibchen wirft nicht jedes Jahr: Zwei oder drei Junge kommen im Mai oder Juni zur Welt, 33 Tage nach der Paarung.
In der Schweiz
Das Murmeltier ist nicht gefährdet und breitet sich in den Schweizer Alpen etwa seit den 1950er-Jahren aus; auf den Jurahöhen wurden einige Kolonien angesiedelt. Es darf weiterhin gejagt werden, vor allem wegen seines Fleisches und seines Fetts. Steinadler und Fuchs sind seine Feinde: Zieht der Adler Junge auf, bestehen laut dem Kanton Freiburg bis zu 80 % seiner Beute aus Murmeltieren. Der Winter tötet jedoch weit mehr. Langfristig bedrohen der Wald, der aufgegebene Weiden zurückerobert, und die Klimaerwärmung seinen Lebensraum.
Quellen: info fauna, Artporträt; Schweizerischer Nationalpark, Porträt des Murmeltiers; Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere des Kantons Wallis, Merkblatt «La marmotte» (2025); Amt für Wald und Natur des Kantons Freiburg, Faltblatt «La marmotte».