Mit Hilfe einer KI aus dem Französischen übersetzt; massgebend ist der französische Text.
Rotmilan
Rotmilan
Milvus milvus
Höhenstufe
Kollin
Höhe
300–1600 m
Aktivitätszeit
das ganze Jahr
Grosser rostroter Greifvogel mit hellem Kopf, im Flug an seinem langen, tief gegabelten Schwanz zu erkennen. Er kreist über Wiesen und Feldern des Mittellands und des Hügellands und sucht nach kleinen Nagetieren. Die Schweiz beherbergt einen bedeutenden Teil des Weltbestands, und viele bleiben inzwischen auch im Winter.
Hinter der Mähmaschine, auf einer Wiese im Mittelland, kreisen mehrere grosse rostrote Greifvögel tief und landen dann kurz im frisch gemähten Gras. Ihr langer, gegabelter Schwanz neigt sich bei jeder Wendung: Rotmilane.
Beschreibung
Das Gefieder ist rotbraun, der Kopf hell, fast weiss, fein gestrichelt, und der leuchtend rostrote Schwanz ist tief gegabelt. Im Flug bilden die langen, schmalen Flügel einen deutlichen Knick, und auf jedem leuchtet ein weisser Fleck. Männchen und Weibchen sehen sich ähnlich. Laut der Schweizerischen Vogelwarte misst er 56 bis 73 cm, hat eine Spannweite von 140 bis 165 cm und wiegt 750 bis 1300 g. Ein Forscher hat die Federn eines Milans gezählt: 6170.
Lebensraum
Er mag offene, abwechslungsreiche Landschaften und kommt gern in die Nähe von Siedlungen. Er brütet in einem grossen Baum, oft am Waldrand oder in einem Feldgehölz. Am zahlreichsten ist er im Mittelland, unter 800 m. Gemäss dem Schweizer Brutvogelatlas erreicht er dort bemerkenswerte Dichten: 2017 lebten zwischen dem Sensebezirk und Schwarzenburg auf 350 km² 124 Paare. Seit den 1990er-Jahren hat er auch die grossen Alpentäler erobert und sogar in Davos gebrütet, auf 1550 m.
Lebensweise
Anspruchslos, wie er ist, frisst er Mäuse, Regenwürmer, Aas und Abfälle, die er entdeckt, während er über den Kulturen kreist. Das Weibchen legt 2 oder 3 Eier, die etwa dreissig Tage bebrütet werden; die Jungen verlassen das Nest nach 50 bis 55 Tagen. Früher überwinterten alle Milane der Schweiz in Spanien oder Portugal. Fast alle Jungvögel ziehen in ihrem ersten Winter weg, doch mit dem Alter bleiben die meisten: Nur noch einer von drei Altvögeln zieht weg. Im Winter verbringen die Jungen, vor allem die Männchen, die Nacht gemeinsam an Schlafplätzen, die manchmal mehr als hundert Vögel vereinen; die Brutvögel schlafen paarweise in der Nähe ihres Reviers.
In der Schweiz
Mit 3000 bis 5000 Paaren (2025) beherbergt die Schweiz etwa einen Zehntel der Rotmilane der Welt, einer Art, die nur in Europa brütet. Laut der Roten Liste ist die Art nicht gefährdet, doch ihre Erhaltung gilt als prioritär. Der Milan hat in rund vierzig Jahren das ganze Mittelland besiedelt. Laut der Vogelwarte dürfte dieser Aufschwung auf leichter zugängliche Nahrung (Beutetiere, die durch frühere und häufigere Mahd freigelegt werden, auf Strassen überfahrene Tiere), mildere Winter und die Fütterung zurückgehen. Die Gefahren bleiben: Kollisionen und Stromschläge an schlecht konstruierten Stromleitungen, Vergiftungen, illegale Abschüsse und, im Nest, Schnüre, in denen sich die Jungen verheddern können.
Quellen: Schweizerische Vogelwarte, Artporträt, Text des Schweizer Brutvogelatlas 2013–2016 und Artikel «Un oiseau de haut vol» (2021), «Ceux qui partent et ceux qui restent» (2025), «Dortoirs royaux» (2026), «Le milan royal : de l’envol à la colonisation» (2016) und «Combien de plumes a le milan royal ?».