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Sali

Sali

tudestg da Basilea

Ins di a Basilea

Chau

Sali zämme — a pliras persunas

Basilea

Vesair sin la charta

Woher es kommt

Sali kommt aus dem Französischen: Es ist das salut der Romandie, beinahe gleich ausgesprochen, und dieses geht auf das lateinische salus zurück, «Gesundheit, Heil». Nach den Mundartwörterbüchern, die Wikipedia zusammenfasst, hat sich das Wort überall im Südwesten des deutschsprachigen Raums verbreitet, vom Elsass bis nach Baden, in vielen Formen: salü, sali, salli, sälü, solli. Typisch baslerisch ist es also nicht, man hört es überall in der Deutschschweiz; Basel-Stadt kannte in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts auch sälü.

Was die Gegend auszeichnet, ist der Gebrauch. In der Nordwestschweiz passt Sali zum Kommen wie zum Gehen: Hallo und Tschüss im selben Wort. Man behält es eher für Leute, die man gut kennt, die Familie, die Arbeitskolleginnen, die Freunde aus dem Verein.

Beim höflichen Gruss geht Basel einen eigenen Weg. Das Idiotikon, das grosse Wörterbuch des Schweizerdeutschen, erinnert daran, dass das Grüezi hier nicht zu Hause war: Man sagte guete Daag. Das Grüezi aus dem Osten hat sich seither eingebürgert, aber auf Baslerisch, mit i statt ü: Griezi.

Im Gebrauch

Wenn du in Basel jemanden duzt, begleitet dich Sali vom Ankommen bis zum Abschied:

  • «Sali zämme, sin alli do?» – Hallo zusammen, sind alle da?
  • «Sali, bis morn!» – Tschüss, bis morgen!

Quellen: Wikipedia auf Deutsch, «Salü (Gruß)», «Grüezi» und «Baseldeutsch»; Schweizerisches Idiotikon, «Grüezi» (Christoph Landolt, 2019).