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Adie

Adie

tudestg svizzer

Ins di en la Svizra dal nordost

A revair

Adie mitenand — a pliras persunas

Schaffusa

Vesair sin la charta

Woher es kommt

Adie ist das französische adieu, im Schweizerdeutschen mit kaum verändertem Klang. Es besteht aus à und Dieu: Wer ging, wurde Gott anbefohlen, wie im italienischen addio und im spanischen adiós. Laut Wikipedia war adieu im Deutschen noch bis 1914 der häufigste Gruss zum Abschied, bis eine antifranzösische Propaganda es zugunsten von Auf Wiedersehen verdrängte. In der Deutschschweiz ist es lebendig geblieben.

Das Idiotikon, das grosse Wörterbuch des Schweizerdeutschen, verzeichnet es schon in seinem ersten Band von 1881, in vielen Formen wie adie, adi, ade oder adijè, vom Aargau bis Nidwalden, über Appenzell, Basel, Bern und Zürich. In Basel-Stadt, so steht dort, sagte man es auch zur Begrüssung. Dazu kommen einige hübsche Wendungen: ade mache, wenn kleine Kinder mit der Hand winken, adie gā, wenn ein Kind spazieren geht, und in Luzern «der Welt adieu sagen» für den Eintritt ins Kloster.

Das Spiel setzt es nach Schaffhausen, in den Nordosten des Landes. Nichts in den eingesehenen Quellen macht daraus ein Wort dieser Gegend allein: Wikipedia nennt es in der ganzen Deutschschweiz sehr verbreitet. Man braucht es eher, wenn man sich siezt; unter Freunden sagt man tschau oder tschüss.

Im Gebrauch

So verabschiedest du dich höflich aus einem Laden, einer Sitzung oder einem Schulzimmer:

  • «Adie mitenand, bis am Mäntig!» – Auf Wiedersehen zusammen, bis Montag!
  • «Adie, und en schöne Sunntig!» – Auf Wiedersehen, und einen schönen Sonntag!

Quellen: Schweizerisches Idiotikon, Band I (1881), Sp. 90, «adie»; Wikipedia auf Deutsch, «Adieu».