Hoi
tudestg svizzer
Ins di en la Svizra orientala
Chau
Hoi zäme — a pliras persunas
Hoi
tudestg svizzer
Ins di en la Svizra orientala
Chau
Hoi zäme — a pliras persunas
Hoi ist ein junger Gruss, im wörtlichen Sinn. Als das Schweizerische Idiotikon, das grosse Wörterbuch des Schweizerdeutschen, in den Achtzigerjahren des 19. Jahrhunderts seinen Artikel hoi schrieb, grüsste das Wort dort noch niemanden: Es war ein Ruf von Hirten und Fuhrleuten, um das Vieh zu lenken oder anzutreiben, und ein «los, vorwärts!» an Menschen. Laut Wikipedia, das sich auf die Mundartforschung stützt, taucht die Bedeutung «hallo» erst im 20. Jahrhundert auf.
Und sie taucht in der Ostschweiz auf. Um 1925 verzeichnet Anna Zollinger-Escher in ihrer Dissertation über die Grussformeln hoi in Appenzell Ausserrhoden, im Toggenburg und im Werdenberg, vor allem unter Knaben. Der Atlas der schweizerischen Volkskunde sieht darin damals eine ganz neue Mode der Kantonsschüler von Frauenfeld und St. Gallen. Dass aus dem Ruf der Hirten der Gruss der Schüler wurde, bleibt wahrscheinlich, aber unbewiesen.
Seither hat Hoi die ganze Deutschschweiz erobert, auch wenn ein Teil des Westens, von Basel bis Bern und von Freiburg bis ins Wallis, es teils immer noch meidet. Es ist ein vertrauter Gruss: Man sagt ihn zu denen, die man duzt.
Für einen Freund genügt ein Wort; für eine ganze Gruppe hängt man zäme an, «zusammen»:
Quellen: Wikipedia auf Deutsch, «Hoi (Interjektion)» und «Grüezi», nach dem Schweizerischen Idiotikon (Band II, Spalte 860), der Dissertation von Anna Zollinger-Escher (1925) und dem Atlas der schweizerischen Volkskunde.